So verhalten Sie sich bei Unwetter



Hochwasser, Sturm, Extremwetterlagen - immer wieder berichten die Medien hierüber. Die meisten Katastrophenfälle geschehen weit von uns entfernt. Oft stellt sich dann die Frage: Kann das bei uns auch passieren?


Unwetterkatastrophen direkt vor Ihrer Haustür

Überschwemmungen oder Stürme mit katastrophalen Ausmaßen und vielen Toten haben wir Gott sei Dank in unseren Breitengraden noch nicht gehabt. Doch starke Regenfälle und ebenso starke Stürme oder aber auch Eisregen haben auch unsere Gemeinde in den vergangenen Jahren nicht verschont. Ist der Keller voll Wasser gelaufen oder versperren umgestürzte Bäume die Straßen und Wege, ist der Einsatz der Feuerwehr gefragt. Wie allen Bürgern bekannt ist bzw. bekannt sein sollte, steht unserer Gemeinde rund um die Uhr 50 Mitglieder der Feuerwehr bereit, allen mit know how und technischem Gerät zu helfen, wenn er die Hilfe der Feuerwehr benötigt. Nur kann nicht jedem gleichzeitig geholfen werden. Wie beispielsweise im Mai 2013, als etliche Keller gleichzeitig voll Wasser gelaufen sind. Wir sind immer bemüht, jedem die schnellste Hilfe zu Teil werden zu lassen, nur müssen gerade in solchen Situationen Prioritäten gesetzt werden.




Eine Bitte an alle Bürger im Notfall

Werden Sie nicht ungeduldig, wenn die Feuerwehr in derartigen Extremlagen nicht sofort zu Ihnen kommt. Überlegen Sie, ob Sie das Wasser im Keller oder den auf die Straße herabgefallenen Ast auch selber oder mit nachbarschaftlicher Hilfe entfernen können. Wenn Sie ein Rückschlagventil in Ihrem Keller eingebaut haben, überprüfen Sie es regelmäßig auf Funktionstüchtigkeit. Wenn dies alles nichts hilft, rufen Sie nicht einfach irgendwo an, sondern nur die Notrufnummer der Feuerwehr 112, gebührenfrei von überall, auch über Handy. Übrigens sollten Sie auch nur diese Nummer wählen, wenn Sie einen Rettungswagen und/oder den Notarzt benötigen.


Wasser im Keller - Feuerwehr rufen?

Wenn in Ihrem Keller nur zu Beginn eines starken Regens Wasser läuft und anschließend auch schon wieder abläuft, sollten Sie sich noch einmal unter der obigen Nummer melden, damit die Feuerwehr nicht umsonst zu Ihnen kommt und eher bei den Bürgern sein kann, die die Hilfe dringender benötigen. Die Tauchpumpen sind auch nicht in der Lage, die Keller bis zum letzten Tropfen von Wasser zu befreien. Besenrein verlassen können wir daher die Keller nicht, das muss dann schon jeder in eigener Regie übernehmen.
Vielleicht denken sie auch einmal daran, dass alle Feuerwehrleute in unserer Gemeinde den Dienst ehrenamtlich verrichten, also ohne irgendwelche Entlohnung und auch nicht davon verschont bleiben, dass der eigene Keller unter Wasser steht.

 

Wie sieht es mit der Hausnummer aus?

Ist die Hausnummer von der Straße aus deutlich zu erkennen (immer wieder gibt es Hausnummern auf gleichfarbigen Klinkern oder verputzten Wänden) oder ist überhaupt eine vorhanden? Denken Sie daran, dass oft Sekunden darüber entscheiden, ob einem Menschen noch geholfen oder größere Sachwerte gerettet werden können. Wenn die Rettungskräfte dann noch wertvolle Zeit in die Suche der Hausnummer investieren müssen, kann es zu spät sein.

 

Hier die wichtigsten Notrufnummern auf einen Blick

Polizeinotruf: 1 1 0
Feuerwehr, Rettungsdienst, Notarzt: 1 1 2

Krankentransport: 1 9 2 2 2